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„Die Skelettfrau“
Format: DIN A 2, 42 cm x 59,4 cm
Technik: Polychromosstift auf Papier, 120 gr
Bei der Auseinandersetzung mit Lilith stieß ich - man kann fast sagen unweigerlich- auf das Buch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa P. Éstes. Das Bild ist eine Illustration zu einem Inuitmärchen, das im Buch erzählt wird.
„Danach schlief der Gute erschöpft ein. Während er dalag und träumte, rann eine helle Träne über seine Wange. Dies aber sah die Skelettfrau und kroch heimlich an seine Seite, brachte ihren Mund an die Wange des Mannes und trank die eine Träne, die für sie wie ein Strom war, dessen Wasser den Durst eines ganzen Lebens löscht. Sie trank und trank, bis ihr Durst gestillt war, und dann ergriff sie das Herz des Mannes, das ebenmäßig und ruhig in seiner Brust klopfte. Sie trommelte mit ihren kalten Knochenhänden darauf und sang ein Lied dazu... Sie sang für alles, was ihr Körper brauchte, für einen dichten Haarschopf und kohlschwarze Augen, eine gute Nase und feine Ohren, für breite Hüften, starke Hände, viele Fettpolster überall und warme, große Brüste.“
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